Die Baden Rhinos beenden die Saison nach der dritten Halbfinal-Niederlage in Folge gegen die Black Eagles Reutlingen. Gestern Abend unterlagen die Nashörner bei der Mannschaft von John Kraiss mit 1:8 und scheiden aus den Playoffs aus.
Vor der Rekordkulisse von 622 Zuschauern im rappelvollen Adlerhorst begann die Partie erwartungsgemäß verhalten. Die 09er waren defensiver ausgerichtet, die Black Eagles hatten es nicht nötig ein Risiko einzugehen und agierten zwar vereinzelt mit ihren gefährlichen Nadelstichen aber (noch) ohne Hurra. Die erste Unterzahl wurde von den Rhinos noch unbeschadet überstanden und als es nach 13 Minuten noch torlos stand, wuchs langsam Hoffnung auf ein spätes Comeback in die Serie. Binnen drei Minuten wurde diese allerdings zunichte gemacht. Viktor Stipek setzte sich gekonnt im direkten Duell über die rechte Seite durch und zog ungehalten zum Tor und der Führung. Nur 42 Sekunden danach erwischte Evan Carroll unmittelbar nach einem Bully Torhüter Helgi Ivarsson auf dem falschen Fuß und weitere zwei Minuten später konterten die Adler im eigenen Stadion über Stipek, der den freistehenden Christian Bauhof im Slot und dessen Direktabnahme an den Innenpfosten zum 3:0 Pausenstand fand.
Im Mitteldrittel waren die Rhinos darauf bedacht, keinen weiteren Gegentreffer hinzunehmen und geduldig zu versuchen aufzuholen. Zwar rettete Metall für Ivarsson, doch tatsächlich gelang 21 Sekunden vor der zweiten Sirene durch Nico Kolb der Anschlusstreffer, nachdem Mirco Majewski und Ville Keränen zuvor gute Bandenarbeit geleistet hatten.
Mit Spannung wurde der Schlussabschnitt erwartet, der allerdings einen Schnelldurchlauf der Halbfinalserie wiedergeben sollte. In der letzten Reihe wurde nach vier Minuten der Puck vertendelt und Viktor Stipek nutzte dies zum vorentscheidenden 4:1. Erneut Stipek drosch drei Minuten später den Puck unter die Latte und spätestens Marek Rubners wirklich schön herausgespielter Powerplaytreffer zum 6:1 stieß das Tor zum Finale für die TSG weit auf. Devon Pepin’s Treffer zum 7:1 fiel unter die Kategorie „klassisch ausgekontert“, Christian Bauhof’s Schlusspunkt hatte Symbolwert. Erst ermöglichte ein Abstimmungsfehler dessen Torschuss, dann wurde auch noch William Lundgren angeschossen, von dessen Oberkörper der Puck über die Linie prallte.
Die Black Eagles unterstreichen damit ihre Ambitionen und ziehen per ‚Sweep‘ ins Finale gegen die Eisbären Heilbronn ein. Insgesamt waren die Adler einfach schneller, technisch besser und taktisch disziplinierter aufgetreten und haben die Mängel im Spiel der Rhinos eiskalt aufgedeckt und ausgenutzt. Herzlichen Glückwunsch nach Reutlingen zum verdienten Einzug ins Finale und viel Glück gegen die Eisbären.
Die Rhinos hingegen fanden in dieser Saison zu fast keinem Zeitpunkt zu ihrem gewünschten Spiel und schlossen die Vorrunde entsprechend auf dem vierten Platz ab. Im Viertelfinale setzten sich die Nashörner zwar noch schadlos gegen Pforzheim durch, doch im Halbfinale war der Abstand zu den beiden Topteams einfach zu groß.
Ein großes Dankeschön möchten wir an die Fans richten, die trotz schwierigen Phasen treu zu den Rhinos standen und die Heimspiele zu den geliebten Erlebnissen und so manches Auswärtsspiel zu einem Heimspiel machten. Wir alle zusammen sind die Rhinos.
Nun gilt es die Saison aufzuarbeiten und die Weichen im Sommer neu auszustellen. Vielen Dank für eure Unterstützung – und bis bald.

