Verrückte 41 Sekunden sichern Heimerfolg gegen Mannheim

Dass ‚im Eishockey alles passieren kann‘, war nicht nur ein schlauer Spruch von Andy Mauderer im Trailer zum Benefizspiel vor Weihnachten, sondern wurde gestern Abend von den Baden Rhinos auch unter Beweis gestellt. Zwei Sequenzen im Schlussdrittel brachten zuerst die Gäste aus Mannheim auf die Siegerstraße, ehe sich die Ereignisse überschlugen und die Rhinos das Spiel drehten.

Die Rhinos kamen ordentlich in die Partie und gingen bereits nach drei Minuten durch Veniamin Trandafilov in Führung. Danach übernahmen allerdings die Gäste immer mehr die Spielanteile und konnten in der 13. bis 17. Minute mit zwei Powerplays in Folge zwar viel Druck auf das ESC-Tor ausüben, aber den Puck nicht über die Linie befördern.

Das änderte sich im Mittelabschnitt, als Oliver Zbaranski in der 23. Minute der Ausgleich gelang. Nun sahen sich die Rhinos in zwei Powerplays, die doch auch hier ungenutzt blieben. So ging es mit dem Remis ins Schlussdrittel in dem sich die Gäste unmittelbar nach einer ungenutzten Großchance von Ville Keränen mit zwei identischen Spielzügen binnen 34 Sekunden eine zwei-Tore-Führung herausspielten. Danach waren die Maddogs dem vierten Treffer näher als die Rhinos dem Anschluss, bis die 51. Minute das Spiel auf den Kopf stellte.

50:39 zeigte die Stadionuhr als Veniamin Trandafilov mit seinem zweiten Treffer auf 2:3 verkürzte. 51:01 waren gespielt, als Philip Rießle mit einem Distanzwurf aus der Mittelzone EKU-Goalie Tim Uhrig zum Ausgleich überrumpelte und nach 51:20 bejubelten die Rhinos die Führung durch Denis Majewski, der einen Schuss von der blauen Linie zum 4:3 abfälschte. Sekunden vor dem Ende erzielte Jyry Kortelainen ins leere Tor noch das 5:3, doch der Treffer fand keine Anerkennung, weil der Linienrichter etwas zu voreilig auf Icing entschieden hatte, obwohl Kortelainen dieses auslief. Am Ende stand ein insgesamt etwas glücklicher aber eben doch ein Heimsieg verbunden mit drei Punkten für die Tabelle.

Drei Tore binnen 41 Sekunden. Was für viele zuerst unmöglich erscheint, ist im Eishockey durchaus machbar und hat dabei gar nicht einmal etwas mit der Höhe der Spielklasse zu tun. Bei der WM 2024 machte beispielsweise Schweden im Mitteldrittel aus einem 2:2 binnen 26 Sekunden ein 5:2 gegen Lettland. Und in der Baden-Württemberg-Liga schaffte es Pforzheim vor einer Woche binnen 43 Sekunden aus einem 1:1 in Schwenningen auf 4:1 zu stellen.

Die Stats zum Spiel gibt es hier zum Nachlesen.

 

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