Der Freitagabend stand ganz im Zeichen von top Eishockey in der BW-Liga. Die top-4-Teams trafen direkt aufeinander und die Ergebnisse zeigten, wie eng es da oben in der Tabelle zugeht. Reutlingen setzte sich zuhause im Penaltyschießen mit 2:1 gegen Zweibrücken durch. Im Parallelspiel mussten die Baden Rhinos gegen die Eisbären Heilbronn die erste Heimniederlage hinnehmen. Mit dem Ergebnis von 4:2 gingen die Punkte in einem intensiven aber dennoch fair geführten Spiel vor guter Kulisse nach Heilbronn.
Zwei sehr gute Torhüter standen im Mittelpunkt und sorgten dafür, dass der erste Abschnitt torlos endete. Der beste (böse Zungen behaupten: der einzige) Freund des Goalies, der Pfosten, rettete hierbei für Riku Törnqvist und hielt das Remis.
Dieses hatte im Mittelabschnitt allerdings nicht lange Bestand. Etwas mehr als zwei Minuten waren gespielt, als Ville Keränen seinen Sturmpartner Marco Haas in der Mittelzone bediente und Haas sich gegen zwei Verteidiger und Törnqvist zur ESC-Führung durchsetzen konnte. Zur Halbzeit hätte Haas nachlegen können, setzte den Puck aber nach einem an ihn verschuldeten Penalty neben das Tor. Danach zeigten die Eisbären mehr Biss und kamen in ihrer stärksten Phase nach erfolgreichem Forechecking und Puckeroberung durch die beiden nordamerikanischen Neuzugänge Wagner und Fisher durch Stefano Rupp zuerst zum Ausgleich sowie zwei Minuten später erneut durch Rupp zur ersten Führung. Diese hätten die Eisbären noch vor der zweiten Sirene ausbauen können, doch dieses Mal war die Latte der beste Freund von Helgi Ivarsson, nachdem Wagner die Schweißkonstruktion des Gehäusewinkels testete.
Hochspannend ging es in den Schlussakt, wo sich die Rhinos nun drei Mal in Folge in Überzahl versuchen durften. Beim dritten Mal zappelte der Puck schließlich im Netz, nachdem Nico Kolb energisch den Puck im Angriffsdrittel gehalten und Abnehmer Maxim Engel freigespielt hatte.
Es lag nun in der Luft, dass jeder weitere Treffer zumindest vorentscheidend sein könne. Diesen markierte Aiden Wagner in der 53. Minute in Arjen-Robben-Marnier zur erneuten Heilbronner Führung. Im Anschluss war die Ausgleichschance in vierminütiger Überzahl erneut gegeben, doch der Puck wollte die Linie nicht nochmal überqueren. In der letzten Minute nahm Cedrick Duhamel Ivarsson zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis und tatsächlich hatte Jyry Kortelainen die eine ganz große Möglichkeit, setzte den Puck aber nur ans Außennetz. Drei Sekunden vor dem Ende gelang Eetu Santanen per Klärungsschuss aus dem eigenen Drittel das vierte Tor ins verwaiste Gehäuse zum 2:4 Endstand in einem tollen Eishockeyspiel zweier Topteams der Liga, das Lust auf mehr machte.
Die Stats zum Spiel gibt es hier.


