Das gestrige Spitzenspiel am Baden Airpark zwischen dem Tabellenführer aus Reutlingen und den Baden Rhinos hielt was es versprach. Temporeiches Offensiveishockey auf beiden Seiten mit vielen Toren gleich zu Beginn der Partie war ganz nach dem Geschmack der Zuschauer. Auf langes Abtasten wurde einvernehmlich verzichtet, vom ersten Bully weg war es ein hin und her.
Die Gäste gingen dabei durch Marek Rubner und Anton Sproll jeweils in Führung, die Denis Majewski beide Male egalisierte. Die Torfolge änderte sich, als Michael Kick einen Klärungsversuch im Angriffsdrittel an der blauen Linie abfangen konnte und den Puck in Richtung Tor schoss, dabei aber einen Reutlinger Spieler traf und der Puck Liam Vath vor die Füße fiel. Kurz zurechtgelegt vollendete der Youngster halbhoch zur ersten ESC-Führung (10.). Obwohl sich beide Teams kurz nacheinander im Powerplay versuchen durften, fielen zunächst keine weiteren Treffer. Bis kurz vor dem Ende die Rhinos erneut auf die Strafbank verbannt wurden und die Rhinos das taten, was sie die zwei letzten Spiele davor schon unternahmen. Marco Haas traf zwölf Sekunden vor der ersten Pause in Unterzahl zum 4:2.
So torreich das erste Drittel war, so sparsam war der Mittelabschnitt in Sachen Zählbarem. Zwei Powerplays gab es auf beiden Seiten, doch die beiden Goalies ließen keinen Gegentreffer zu. Das wurde allerdings im Schlussakt schnell geändert. Die erste Minute war noch nicht vollendet, da verkürzte Evan Carroll schon auf 3:4 aus Reutlinger Sicht. Michael Kick nahm sich vier Minuten später ein Herz, schnappte sich an der Mittellinie den Puck und zog unnachahmlich in den Slot wo er das Spielgerät förmlich zum 5:3 unter das Dach nagelte und das Stimmungsbarometer zu explodieren drohte. Zwei Minuten später traf Denis Majewski nach einem Konter nur den Pfosten und ein weiteres Mal rettete Metall für Nils Velm im Tor der Gäste, der sich zwei Minuten vor dem Ende lautstark für einen sechsten Feldspieler zum Tausch anbot, aber von Trainer John Kraiss trotz mehrerer Bullys im Drittel der Rhinos ignoriert wurde. Der sechste Treffer fiel dennoch: Zwei Sekunden vor dem Ende vollendete Ville Keränen einen wunderschönen Angriff zum letztlich verdienten 6:3 Endstand.
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